Studienabbruch – eine neue Chance

Studienabbruch – eine neue Chance
25. Jan 2016

von Katharina Zehner

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Nach drei Semestern ist sich Matthias sicher: Das Maschinenbaustudium ist nicht das Richtige für mich. Zu viel Mechanik und Konstruktionslehre. Doch was soll ich jetzt tun? Mich „durchquälen“ um den Abschluss in der Tasche zu haben, oder das Studium abbrechen? Doch wie soll es dann für mich weiter gehen?

Vielen Studenten und Azubis geht es wie Matthias. Das, was man sich vom Studium oder der Ausbildung erhofft hat, trifft so gar nicht zu. Gut ein Viertel der Bachelorstudierenden beendet das Studium ohne Abschluss.

In der ersten Zeit hofft man vielleicht noch darauf, dass man sich erst einmal an den Unialltag gewöhnen muss. Aber wenn die Unzufriedenheit immer größer wird, muss man sich zwangsläufig fragen: Ist es das Richtige für mich oder sollte ich mich umorientieren?

Wer dann die Entscheidung für den Abbruch trifft, fängt ganz schnell an, mit sich zu hadern und das Gefühl, versagt zu haben, kommt auf. Dabei bedeutet ein Abbruch der Ausbildung oder des Studiums in keiner Weise, dass man gescheitert ist.

Viel mehr ist nun wichtig, sich ein neues Ziel zu setzen und ein positives Fazit daraus zu ziehen.

 1. Schritt: Selbstreflektion

Welche Gründe haben zur Entscheidung des Studienabbruchs geführt? Gibt es persönliche Gründe oder war schlicht die Fächerwahl nicht die richtige? Was kann ich beim nächsten Mal anders machen, um denselben Fehler nicht noch einmal zu machen? Habe ich mich im Vorfeld nicht gut genug informiert?

2. Schritt: Andere Optionen suchen

War das Studium zu theoretisch? Hat vielleicht einfach die Praxis gefehlt? Dann sollten Sie über Alternativen wie duale Studiengänge oder eine Ausbildung nachdenken.

Vielleicht ist auch ein Auslandsaufenthalt oder ein FSJ das Richtige, um sich zu orientieren und die eigenen Fähigkeiten und Vorstellungen zu schärfen.

Oder es zieht denjenigen direkt in die Arbeitswelt. Der Direkteinstieg in ein Unternehmen kann eine gute Möglichkeit sein, um reale und praktische Eindrücke zu erhalten. Eine spätere berufsbegleitende Weiterbildung ist dann ebenso möglich.

3. Schritt: Das Positive sehen

Ein Studienabbruch ist kein Beinbruch. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Das heißt: Besser im Vorfeld gemerkt, dass ein Maschinenbaustudium nicht das Richtige ist, als spätere Unzufriedenheit im Berufsleben.

Wenn man im zukünftigen Job immer wieder mit sich und seiner Tätigkeit hadert und eigentlich andere Vorstellungen vom „Traumjob“ hatte, ist die Orientierung in eine andere Richtung meist schwieriger.

Der Bruch im Lebenslauf – die richtige Antwort parat haben

Viele Studienabbrecher machen sich auch Gedanken, wie der Bruch im Lebenslauf bei späteren Bewerbungsgesprächen wirken wird.

Wichtig ist dabei vor allem, sich nicht herauszureden, sondern die Verantwortung für die Entscheidung zu übernehmen. Seien Sie selbstbewusst und sprechen Sie offen und ehrlich über die Gründe des Studienabbruchs.

Am besten ist es, wenn Sie im gleichen Atemzug zeigen, was Sie daraus gelernt haben und warum die Entscheidung Ihren Lebensweg positiv beeinflusst hat.

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Studienabbruch – eine neue Chance
Katharina Zehner

Mitarbeiterin Personalmarketing; bloggt über Personal- und Karrierethemen im Allgemeinen sowie Berufsbilder und Hinter den Kulissen Eindrücke bei der R+V.

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