Versicherung der Zukunft – Autonomes Fahren bei Talks4Nerds

Versicherung der Zukunft – Autonomes Fahren bei Talks4Nerds
16. Jan 2018

von Rebecca Klein

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Die IT Conference „Talks4Nerds“ macht IT-Trends greifbar und holt State-of-the-Art-Technologie in die R+V. Der Themenschwerpunkt „Autonomes Fahren“ lockte am 18. Dezember 2017 über 180 Interessierte und Gäste nach Wiesbaden.

Warum beschäftigt sich eine Versicherung mit selbstfahrenden Autos?

Rund 23 Stunden stehen unsere Fahrzeuge am Straßenrand. Von effizienter Nutzung dieser „Parkzeuge“ ist da nicht die Rede. Zudem verursacht menschliches Fehlverhalten immer noch den Großteil der Verkehrsunfälle. Baut jedoch ein autonom fahrendes Auto einen Unfall, sind noch viele Fragen ungeklärt: Wer haftet? Versichtert man den Fahrzeughersteller? Oder versichert man den Hersteller der Sensorsysteme?

Risiken werden nicht verschwinden. Sie verschieben sich nur.

Aus Sicht von Marc-Oliver Matthias beeinflussen die Self-driving Cars wohl erst in 20 Jahren die Produktwelt des Wiesbadener Versicherers. „Als drittgrößter Kraftfahrtversicherer in Deutschland wollen wir die Entwicklung frühzeitig mitgestalten und Antworten auf neue Haftpflichtszenarien geben“, begründet der Abteilungsleiter Innovation und Digitalisierung Kraftfahrt die Motivation von R+V.

Tests autonomer Fahrzeuge nur auf Privatgeländen

Immer mehr Start-ups gründen sich um die neue Mobilität. Genug Einsatzszenarien gäbe es heute bereits auch, erklärt Sven Myenburg, Mitarbeiter bei Lufthansa LEOS im Bereich Innovation und Business Development. Am Frankfurter Flughafen könne beispielsweise die Beförderung der Flug-Crews oder Mitarbeitershuttle zwischen Parkhäusern und Abflughallen bis hin zu Gepäckfahrzeugen durch autonome Fahrzeuge übernommen werden. „Momentan dürfen wir aber nur auf Privatgelände testen“, so Myenburg. Grund ist die fehlende Straßenzulassung in Deutschland.

Autonome Shuttlebusse am Flughafen als erster Pilot des R+V InnoLabs MO14

Mit diesen Zulassungshürden kam auch das Innovation-Lab der R+V namens MO14 in Berührung. Mit dem Kniff von Kooperationen organisierte das Team prompt Tests auf größeren Firmengeländen. So geschehen mit dem Betreiber des Frankfurter Flughafens. Zusammen testeten sie zwei autonome Personenshuttle des französischen Herstellers „Navya“. Rund 800 Fahrgäste chauffierten die Fahrzeuge und legten dabei 600 autonom gefahrene Kilometer zurück.

Zwei Computer, vier Reifen, ein Controller– fertig ist das autonome Auto?

Ohne Intelligenz kommt ein autonomes Auto kein Stück voran. Jeder Meter muss trainiert werden. André Fröhlich berichtete in seinem Vortrag „Wie baut man ein selbstfahrendes Auto über die Automatisierungsstufen. Wesentliche Anforderungen an selbstfahrende Autos sind zum Beispiel die Fahrspurerkennung, Verkehrszeichenerkennung, Routenplanung und die Vorhersage des Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer.

Welche nächsten Schritte plant das Team von MO14?

Ziel ist es, künftig einer der Versicherer für halbautomatisierte und automatisierte Fahrzeuge zu sein. Ein Schwerpunkt für R+V liegt auf neuen Kooperationen. Besonders spannend gestaltet sich das Mannheimer Smart-City-Projekt der „Frankling Siedlung“, bei dem die R+V Innovatoren viele Einblicke in neue Mobilitätskonzepte erhalten. Mehr zum Ausblick vom MO14-Team auf Youtube.

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Foto am Flughafen: Stefan Rebscher

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Versicherung der Zukunft – Autonomes Fahren bei Talks4Nerds
Rebecca Klein

Beraterin Kommunikation im IT-Ressort; bloggt über aktuelle IT-Projekte, neue Ansätze und über die Aufgabenfelder der IT-Mitarbeiter.

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