Talks4Nerds zum Thema Chaos Engineering und Testautomation

Talks4Nerds zum Thema Chaos Engineering und Testautomation
18. Mrz 2020

von Nadine Fleischmann

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Am 10. Februar 2020 war es wieder soweit: Die 22. Talks4Nerds zum Thema „Chaos Engineering und Testautomation” fand bei R+V in Wiesbaden statt. Passend zum Thema startete die Veranstaltung gleich mit technischen Problemen und der Moderator Sascha Radtke musste ohne Beamer starten  – ein treffender Einstieg, um über Chaos Engineering und Resilienz zu sprechen!

Keynote von Lutz Eichler – „Es geht um systematisches Chaos erzeugen“: Die Relevanz eines guten Chaos Engineerings

Dr. Lutz Eichler

In seiner Keynote stimmte Dr. Lutz Eichler, Management-Berater im Bereich Anwendungssysteme und Infrastruktur, die Teilnehmer auf das erste Thema „Chaos Engineering“ ein: Wie reagieren unsere Anwendungen auf chaotische Betriebssituationen? Dies wird durch sogenannte Chaos Engineering Experimente erforscht, in denen wir chaotische Bedingungen systematisch provozieren und bewerten. Warum das Chaos Engineering immer mehr an Bedeutung gewinnt, lässt sich mit der immer heterogener werdenden Anwendungslandschaft und dem immer komplexeren Zusammenspiel unserer Anwendungssysteme erklären (zum Beispiel „Kopplung von SAP und Mainframe“). Vor allem aber die neuen Cloud-Technologien spielen dabei eine immer größere Rolle: Hier haben wir es mit kleinteiligen und hochdynamischen verteilten Systemen zu tun, deren Zusammenspiel untereinander, aber auch mit der bestehenden klassischen Infrastruktur, zum Entwicklungszeitpunkt kaum noch zu überblicken ist. Erste Übungen im Bereich Cloud gab es bei R+V bereits im Kafka-Umfeld mit dem RUV-Cloud-Streaming-Team, aber generell steht das Chaos Engineering hier noch am Anfang.

Benjamin Wilms – „Chaos Engineering – Inject Failures to Survive“

Im Anschluss führte uns Benjamin Wilms, Co-Founder und CEO von chaosmesh, tiefer in den Kaninchenbau. Er zeigte auf, dass es trotz großen und ausführlichen Testumfangs häufig zu unerklärlichem Verhalten bei Anwendungen kommen kann, weil sich „Dark Debts“ – also technische Schulden oder „Schmutzecken“ in Anwendungssystemen – selten über den gesamten Lebenszyklus einer Anwendung ausschließen lassen. Genau deswegen ist es wichtig, die eigenen Annahmen ständig zu hinterfragen und seine Systeme immer wieder kontrolliert aufs Glatteis zu führen. Jedes dabei entdeckte Problem wird dann ein Anlass zur Freude, da man es beheben und – durch entsprechende Tests abgesichert – in Zukunft vermeiden kann.

Tobias Goeschel – „Continuous Delivery und Testautomation“

Den Abschluss der Veranstaltung übernahm Tobias Goeschel von codecentric. In seinem Vortrag zum Thema „Continuous Delivery und Testautomation“ holte er zum Rundumschlag aus und zeigte, woran man den Erfolg von Teams messen kann: Deployment Frequency, Lead Time, Mean Time to Restore und Change/Fail Percentage nannte er als Beispiele. Gleichzeitig erläuterte er, warum heute kein Weg mehr am Einsatz von Cloud-Technologien vorbei führt und welche zentrale Rolle in diesem Kontext das Thema Continuous Delivery einnimmt. Teil seiner Ausführungen waren Patterns und Anti-Patterns zum Testen, die Entwickler unmittelbar bei der täglichen Arbeit berücksichtigen können.

Text: Dr. Jan Schäfer, Fotos: Michael Schedl


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Nadine Fleischmann

Mitarbeiterin der internen Kommunikation im IT-Ressort. Bloggt über aktuelle IT-Projekte, neue Ansätze und über die Aufgabenfelder unserer IT-Mitarbeiter.

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