Teil 2: Wie mache ich das Pferd fit für den Winter?

Teil 2: Wie mache ich das Pferd fit für den Winter?
17. Dez 2015

von Ulrike Seim

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Spätestens nach der Zeitumstellung, wenn es morgens später hell und abends früher dunkel wird, bleibt den berufstätigen Pferdebesitzern als Trainingsmöglichkeit oft nur noch die Halle. Auch die Witterungsgegebenheiten lassen einem oftmals keine andere Wahl. Um dem bekannten „Hallenkoller“ zu entkommen empfiehlt es sich, sich selbst und seine Pferde abwechslungsreich zu beschäftigen. Im Artikel haben wir einige Tipps dafür zusammengestellt.

Meine Tipps für ein abwechslungsreiches Training:

Die Wochenenden für Ausritte nutzen

Die Zeit an Wochenenden kann für einen schönen langen Ausritt mit dem Pferd genutzt werden. Besonders im Winter sollten Reiter die Witterungsbedingungen beachten. Am besten mit einer Regendecke und dickem Mantel vorsorgen. Bei beschlagenen Pferden sollte man auf die Bodenverhältnisse achten, sonst besteht schnell Rutschgefahr. Außerdem empfiehlt es sich, beim Beschlagen Grip unter die Eisen zu nehmen, damit es im Schnee nicht zum „Aufstollen“ kommt.

Freispringen lassen

Viele Vereine bieten einmal in der Woche Freispringen an. Hierbei wird ein Teil der Halle zu einer Gasse abgetrennt. In der Gasse werden verschiedene Sprünge zu einer Reihe aufgebaut. Die Pferde müssen vorher entweder unterm Sattel oder aber an der Longe gut aufgewärmt werden.

Dann legt man alle Stangen und Cavalettis auf den Boden und führt das Pferd in der ersten Runde hindurch. Ist das Pferd kein Freispring-Neuling, kann es hier auch schon freigelassen werden. Zu beachten gilt es klein anzufangen, langsam zu steigern und das Pferd nicht zu überfordern.

Stangen- und Cavalettitraining

Ähnlich zum Freispringen verhält es sich mit dem Stangen und Cavalettitraining. Auch hier gilt es, das Pferd vorher gut aufzuwärmen und sich von einem erfahrenen Reiter bzw. Ausbilder helfen zu lassen. Die Abstände der Stangen sollten dem Pferd entsprechend gewählt werden. Das Training fördert Kraft und Konzentration des Pferdes.

Gelassenheits- und Geschicklichkeitsübungen

Gelassenheits- und Geschicklichkeitsübungen sind eine gute Möglichkeit, dem Pferd die Angst zu nehmen. Die Nerven des Pferdes und die Verbindung zum Reiter werden gestärkt.

Die Übungen können mit der Bodenarbeit verbunden werden. Zu beachten gilt es, dass ein Pferd sich nur ca. 20 Minuten konzentrieren kann und die Übung dann beendet werden sollte.

Schwerpunkte setzen

In der Winterpause können Schwerpunkte einzelner Lektionen gesetzt werden. Während der Saison steht oftmals das Training für das kommende Turnier an erster Stelle, weshalb nicht intensiv an neuen Herausforderungen gearbeitet werden kann. Somit kann der Winter genutzt werden, um eine Klasse weiter zu kommen. Hier hilft es, sich erreichbare Ziele zu setzen, um motiviert in die nächste Saison zu starten.

Aber auch für den ambitionierten Turnierreiter gilt: Die Mischung macht es. Die Dressurreiter können ihre Arbeit auch durch Stangenarbeit auflockern und mit Stangen die Konzentration und Beweglichkeit fördern. Springreiter dagegen können sich vermehrt der Dressurarbeit widmen, um das Pferd zu gymnastizieren und es durchlässig zu erhalten.

Gastbeitrag von Sabrina Kirn, Werkstudentin im Community Management

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Teil 2: Wie mache ich das Pferd fit für den Winter?
Ulrike Seim

Abteilung Agrarmarkt und Erneuerbare Energien; Pferdemanagement, bloggt über Themen rund um Ross und Reiter.

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