Wohnungsübergabe – Tipps für Mieter und Vermieter

Wohnungsübergabe – Tipps für Mieter und Vermieter
10. Jun 2015

von Erik Rauschkolb

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Eine Wohnungsübergabe kann voller Tücken stecken: angebohrte Kacheln werden beanstandet oder bauliche Veränderungen nicht rückgängig gemacht. Wer sich allerdings im Vorhinein bestimmte Punkte bewusst macht, kann die Wohnungsübergabe reibungslos gestalten.

Grundsätzlich gilt es, die Wohnungsübergabe bei guten Lichtverhältnissen vorzunehmen. So lassen sich Mängel am einfachsten aufdecken und dokumentieren. Sinnvoll ist darüber hinaus, ein Übergabeprotokoll anzufertigen, um allen Seiten späteren Ärger zu ersparen. Eine Vorlage des Protokolls stellt der Mieterbund kostenlos zum Download zur Verfügung.

Schäden und bauliche Veränderungen beseitigen

Für Verschleiß- und Abnutzungserscheinungen kann der Mieter nicht zur Verantwortung gezogen werden. Sind allerdings eindeutige Schäden wie Brandflecken im Teppich oder Macken und Kratzer an den Türen vorhanden, muss der Mieter diese vor Auszug reparieren. Andernfalls kann der Vermieter die Instandsetzung in Rechnung stellen, wobei allerdings nur der Zeitwert berechnet werden kann, nicht der Anschaffungspreis.

Ähnliches gilt für etwaige baulichen Veränderungen, die der Mieter während der Mietzeit vorgenommen hat. Die Wohnung muss vor Auszug wieder in ihren Ursprungszustand versetzt werden – es sei denn, mit dem Vermieter wurde etwas anderes vereinbart. Werten die baulichen Veränderungen die Wohnung auf, hat der Mieter sogar Anspruch auf eine Entschädigung.

Wände streichen

Die Wände sollten in einer hellen, neutralen Farbe gestrichen werden. Grelle oder dunkle Wände kann der Vermieter beanstanden. Allerdings sind hier fixe Fristen ungültig: Hat der Mieter beispielsweise ein Jahr vor dem Auszug alle Wände gestrichen, muss er dies beim Auszug nicht mehr tun.

Bezüglich etwaiger Renovierungen kommt es auf die Klausel im Mietvertrag an. Ist diese nicht eindeutig oder unwirksam, kann der Mieter die Wände bei Auszug belassen, wie sie sind.

Besenreine Übergabe

Bei Auszug muss die Wohnung gefegt und gesaugt, das heißt von grobem Schmutz befreit werden. Eine klinische Reinlichkeit, geputzte Fenster oder aufwändige Instandsetzungen gehören nicht zu einer besenreinen Übergabe.

Zählerstände

Wie auch bei Bezug einer Wohnung, so sollten auch bei der Übergabe die Zählerstände von Strom, Wasser und Gas notiert beziehungsweise fotografiert werden. So wird gewährleistet, dass die Endabrechnung korrekt ist.

Welche Erfahrungen haben Sie bereits bei Wohnungsübergaben gemacht? Teilen Sie sie mit uns in den Kommentaren.

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Wohnungsübergabe – Tipps für Mieter und Vermieter
Erik Rauschkolb

Erik ist Social-Media-Manager und kümmert sich um das Esports-Engagement der R+V. Er bloggt über Themen rund um Finanzen und Versicherungen sowie über Neuigkeiten und Aktionen der R+V im Social-Media- und Marketing-Bereich.

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