Mit POWER nach GeNuA

Mit POWER nach GeNuA
25. Jan 2021

von Caroline Dorn

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Neue Dinge lernt man am besten, wenn man sie selber macht. Deswegen erhält jeder Trainee-Jahrgang bei der R+V die Chance, sich in einem eigenen Projekt auszuprobieren. Dieses Jahr ging es um die Operationskostenversicherung und Vorteile für genossenschaftliche Kunden.

Für die Trainee-Projekte haben die Nachwuchskräfte fünf Monate Zeit. Organisation, Durchführung und das Präsentieren der Ergebnisse erarbeiten sie dabei völlig selbstständig. Zusätzlich werden sie von den jeweiligen Auftraggebern betreut und erhalten einen Workshop zum Thema Projektmanagement und agiler Zusammenarbeit. Ein erfolgreiches Modell, denn auch dieses Jahr werden die Ergebnisse der Trainee-Projekte in den Fachbereichen weiterentwickelt.

Projekt 1: „GeNuA“ (Genossenschaftlichen Nutzen ausbauen)

Kam gut an: Der GenoRabatt

Bei Zeitungsabonnements ist das längst üblich: Der Vertragsabschluss geht mit einem zusätzlichen Vorteil einher. Warum sollte das nicht auch bei einer Versicherung funktionieren? Den Auftraggebern Martin Donner und Ingo Burger war jedoch wichtig, dass die Vorteile den genossenschaftlichen Gedanken fördern. Also beauftragten sie die Trainees mit dem Projekt „GeNuA“ (Genossenschaftlichen Nutzen ausbauen).

Start mit Kundenbefragung

Doch was wünschen sich Mitglieder und Mitarbeiter von Genossenschaften? Dazu haben Korbinian Baumer, Dennis Dhom, Tobias Fauß, Gabriel Götz, Luca Stagnitti, Rosi Wahlmann und Claudia Weiss zunächst Interviews geführt. „Aus den Erkenntnissen dieser Interviews kreierten wir Ideen wie eine Rebstock-Patenschaft, den Geno-Rabatt oder Kisten mit biologischem Obst und Gemüse“, sagt Luca Stagnitti. Um die entwickelten Ideen zu testen, befragten die Trainees im Anschluss 500 Personen über ein internes Befragungstool.

Die Meinungen der Befragten zu den Vorteilen waren unterschiedlich – zwei Vorteile stellten sich als Favoriten heraus: Der GenoRabatt und der GenoVorteil. Beim GenoRabatt profitiert der Vertragsinhaber dauerhaft von Vergünstigungen bei genossenschaftlichen Unternehmen und zahlt in Supermärkten wie Rewe oder Edeka an der Kasse weniger. Der GenoVorteil bietet dem Kunden verschiedene Möglichkeiten, aus denen er wählen kann: die Teilnahme an einem Gewinnspiel, die Nutzung als gemeinnützige Spende oder die Reduzierung des Versicherungsbeitrags. 84 Prozent der Befragten beurteilten den GenoRabatt als „gut bis ausgezeichnet“. „Das hatten wir so eindeutig nicht erwartet“, sagt Dennis Dhom.

Projekt 2: POWER (Prozessoptimierung, Operationskostenversicherung (OPK), Wachstum, Effizienz, Richtungsweisend)

Abschlusstrecke mit Infobuttons: Die Vorschläge der Trainees sollen Fragen der Kunden früher klären.

Hohe Nachfrage, niedrige Schadenquote: Die Operationskostenversicherung (OPK) für Hunde und Pferde erfreut sich bei der R+V größter Beliebtheit. Doch steigende Nachfrage bedeutet auch mehr Arbeit für die R+V Mitarbeiter. Also bat Auftraggeber Michael Wischmann, die Trainees, dass sie sich den Prozess einmal genauer anschauen. Jan Busse, Vincent Drechsler, Nils Frehse, Verena K. Hofmann und Jan-Niklas Jünke stellten nach Gesprächen mit den Kollegen im Fachbereich fest: die manuellen Prozesse, der Papierversand und die hohe Zahl der Anrufe führen zu einer Überlastung.

Erste Erfolge erzielt

„Das erste Problem war die manuelle Sortierung der eingehenden E-Mails von Ruv.de, Check24 oder Kunden“, sagt Jan-Niklas Jünke. „Alles landete in einem Gruppenbriefkasten.“ Die Idee der Trainees:  Mit Hilfe von Outlook-Regeln werden eingehende Mails sortiert. Das spart bis zu eine Stunde Zeit am Tag. Dieses optimierte Postfach hat der Fachbereich bereits eingeführt.
Um die Anrufe der Kunden zu reduzieren, fanden die Trainees ebenfalls eine Lösung: „Wir haben im Projekt im Rahmen von Interviews Verständnisprobleme auf der Abschlussstrecke identifiziert und als Lösung Infobuttons vorgeschlagen“ erläutert Jünke.

Zusammenhalt fördern

Neben der inhaltlichen Arbeit und dem Kennenlernen der internen Strukturen bei der R+V waren die Projektarbeiten für die Trainees auch eine gute Gelegenheit, sich kennenzulernen. Seit ihrem Start im April sitzen sie überwiegend im Homeoffice. „Ohne das Projekt wären wir nicht so sehr zusammengewachsen“, sagt Dhom.

 

Das Trainee-Programm
Das Traineeprogramm ist ein Einstiegs- und Ausbildungsprogramm für Hochschulabsolventen. Zwölf Monate lang sind die Nachwuchskräfte in der Direktion in Wiesbaden oder im Direktionsbetrieb Hamburg in verschiedenen Fachabteilungen tätig. Mit der Kombination zwischen einer festen Abteilung – dem sogenannten Heimathafen – und verschiedenen Hospitationen innerhalb der R+V und dem Verbund werden den Trainees die verschiedenen Bereiche des Unternehmens näher gebracht.

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Caroline Dorn

Caroline Dorn, Volontärin in der Konzern-Kommunikation, bloggt über Geschichten aus dem Unternehmen und das soziale Engagement der R+V.

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