Vandalismus am Auto – Was umfasst der Versicherungsschutz?

Vandalismus am Auto – Was umfasst der Versicherungsschutz?
2. Jul 2013

von Suitbert Monz

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Zerkratzter Lack, eingeschlagene Scheiben und verbeultes Blech: Vandalismus gehört nicht zu den häufigsten Verbrechen in Deutschland – aber er kommt vor. Meistens sind die Täter im Nachhinein nicht mehr zu ermitteln, deswegen ist ein umfangreicher Versicherungsschutz umso wichtiger.

Unter Vandalismus versteht man laut den Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung „mut- oder böswillige Handlungen von Personen, die in keiner Weise berechtigt sind, das Fahrzeug zu gebrauchen.“ Dabei handelt es sich also um Beschädigungen, die entweder ein Streich sein sollen oder die in der Absicht verursacht wurden, dem Fahrzeughalter gezielt zu schaden.

Der klassische Vollkaskoschaden ist ein Unfall, das Auto ist also durch Gewalt von außen beschädigt worden. Beim Vandalismus geht der Schutz noch weiter. Es sind nicht nur die Folgen roher Gewalt versichert, sondern beispielsweise auch Schäden durch Graffitis oder wenn schädliche Substanzen in den Tank gekippt werden.

Wann sollte man die Versicherung beanspruchen?

Vandalismus wird also aus der Vollkasko ersetzt. Roland Richter von der Kfz-Schadenabteilung der R+V rät jedoch davon ab, bei jedem Schaden vom Versicherungsschutz Gebrauch zu machen.

„Man wird in jedem Fall höhergestuft. Deswegen lohnt es sich erst ab einer erheblichen Schadenshöhe, sich die Reparatur von der Versicherung bezahlen zu lassen. Wo genau die Grenze liegt, dazu kann die Versicherung im Einzelfall Auskunft geben.

Man wird nur dann nicht höhergestuft, wenn die Täter gefasst werden, zahlungsfähig sind und der Versicherung die Aufwendungen ersetzen. Das ist aber der Ausnahmefall.“

Zur Täterermittlung ist es immer wichtig, sofort die Polizei zu benachrichtigen. Spätestens nach einer Woche soll auch bei der Versicherung ein Anruf erfolgen, empfiehlt Herr Richter.

Denn ist der Schaden erst einmal gemeldet, kann man sich so immer die Option offen halten, die Versicherung doch noch zu beanspruchen. Es kann dann auch zeitnah mit der Versicherung besprochen werden, ob sich ein Sachverständiger den Schaden ansehen muss.

Ausnahme Brandschaden

Richter weist außerdem darauf hin, dass Brandschäden zur Teilkaskoversicherung gehören. Ob sie durch Vandalismus hervorgerufen wurden oder andere Ursachen haben, spielt dabei keine Rolle.

Deshalb muss man bei einem Brandschaden hinterher keine höhere Prämie bezahlen, sondern höchstens eine niedrige Selbstbeteiligung, die meist 150 Euro beträgt.

Gegenstände, die dadurch im Auto beschädigt oder zerstört werden, sind nur dann mitversichert, wenn sie zum Auto selbst gehören. Dazu zählt beispielsweise das Warndreieck.

Wenn Sie sich umfassender über die Vollkaskoversicherung der R+V informieren möchten, können Sie das auf unserer Homepage tun.

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Vandalismus am Auto – Was umfasst der Versicherungsschutz?
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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Kommentare

Nils B. / http://www.vandalismus-ratgeber.de

14:04 01.05.2014

Hallo R+V Team,

sehr guter Beitrag zum Thema Vandalismus am Auto. Vandalismus stellt ein immer öfter auftretendes Ärgernis dar. Ich war selbst betroffen.
Die Täter machen sich scheinbar oft überhaupt keinen Eindruck davon, was sie Ihrem Opfer damit für einen Ärger machen und vorallem welche Kosten sie verursachen.

Ich habe mich auf http://www.vandalismus-ratgeber.de auch mit dem Thema Vandalismus an Autos und Gebäuden beschäftigt.

    Vandalismus am Auto – Was umfasst der Versicherungsschutz? Suitbert Monz

    10:52 02.05.2014

    Hallo Nils,
    vielen Dank für Ihren Kommentar, es bleibt wirklich zu hoffen, dass vielen ein Vandalismusschaden erspart bleibt.
    viele Grüße, Suitbert Monz