#verschenkZeit: R+V-Helfer bei der Wiesbadener Tafel

#verschenkZeit: R+V-Helfer bei der Wiesbadener Tafel
23. Dez 2013

von Suitbert Monz

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Es ist kurz vor neun in der Stephanuskirche in Wiesbaden. Im großen Kirchensaal stapeln sich Kisten mit frischen Lebensmitteln an allen Ecken. Kaum haben Jasmin Fernandez und Karim Omar Schürzen und Handschuhe angelegt, kann die Arbeit beginnen. Die beiden R+V-Kollegen sind über die Google+-Aktion gekommen, um die verschenkten Stunden bei der Wiesbadener Tafel einzulösen.

500 Tonnen Lebensmittel im Jahr

Helfende Hände kann Ruth Friedrich-Wurzel, Vorsitzende des Vereins, immer gebrauchen. Rund 90 Fahrer und 120 Helfer in der Ausgabe bewegen bei der Wiesbadener Tafel nach dem Motto „Verschenken statt Vernichten“ 500 Tonnen Lebensmittel im Jahr.tafel_übersicht

In der Weihnachtszeit kommen noch Geschenke hinzu, die von Spendern und vielen Schulen aus Wiesbaden und der Umgebung gesammelt wurden. Am Vormittag kommt eine Kindergartengruppe vorbei und bringt noch einige zusätzliche Päckchen. Nach Alter sortiert warten sie jetzt auf ihre Empfänger zum Weihnachtsfest.

Logistik wie im Supermarkt

Jasmin Fernandez und Karim Omar beginnen mit der Sortierung der Lebensmittel. Bis um 11 Uhr die Ausgabe startet, muss alles vorbereitet sein. Die beiden R+V-Kollegen sind überrascht von den Mengen, die in der Tafel zusammen kommen. „Eigentlich ist es hier wie in einem Supermarkt“, findet Jasmin Fernandez.

Obst, Gemüse, Backwaren und vieles mehr wird hier von den Ehrenamtlichen ausgegeben. Fahrer haben die Lebensmittel zuvor bei zahlreichen Supermärkten und Bäckereien abgeholt. Frau Friedrich-Wurzel behält dabei stets den Überblick und koordiniert die Helfer.

Für Trockenwaren wie Nudeln, Reis oder Dosen, die über Spenden zusammenkommen, gibt es ein separates Lager. Gemeinsam mit den Tafeln in der Umgebung wurde zusätzlich ein Logistikverbund gegründet, der überproduzierte Lebensmittel auf die Ausgabestellen verteilt.

Ausgabe im Rotationsprinzip

Um kurz vor 11 beginnt die Ausgabe, die ersten Kunden warten schon auf ihre Lebensmittelpakete. Bedürftige Familien haben einen Berechtigungsschein und können die Lebensmittel in Gruppen abholen. Alles läuft ruhig und geordnet ab. „Wir haben mit dem Rotationsprinzip gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Frau Friedrich-Wurzel, „jeder weiß, wann er an der Reihe ist und da die Reihenfolge der Gruppen wechselt, geht es gerecht zu.“

Die Einteilung in Gruppen hat noch weitere Vorteile. Die Kunden warten gemeinsam, man kennt sich und kommt häufig ins Gespräch. Auch Frau Friedrich-Wurzel und ihre Helfer kennen viele Kunden und ihre Schicksale. Über 20 Nationalitäten sind darunter.

Ein Tag im Ehrenamt

Jasmin Fernandez und Karim Omar helfen bei der Ausgabe und stocken die Lebensmittelvorräte immer wieder auf. Nach und nach leert sich die Kirchenhalle. Die R+V-Mitarbeiter sind begeistert, wie reibungslos alles läuft. „Es ist klasse, dass sich so viele Menschen hier engagieren oder die Tafel mit Spenden unterstützen“, findet Karim Omar. „Besonders die Geschenkausgabe an die Kinder hat mich sehr berührt, deshalb werde ich das Team ab Januar samstags mit unterstützen“, verspricht Jasmin Fernandez.

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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