Gebrauchtwagen verkaufen – stressfrei mit diesen Tipps

Gebrauchtwagen verkaufen – stressfrei mit diesen Tipps
14. Feb 2018

von Monika Hochscheid

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Mit einem Gebrauchtwagenverkauf von privat lässt sich ein höherer Verkaufspreis erzielen als über den Händler. Allerdings ist der Privatverkauf mit mehr Risiken verbunden – auch für den Verkäufer. Wer ein paar Punkte beachtet, kann sich viel Ärger ersparen.

Für den Verkauf des Gebrauchtwagens sollte man sich vor allem Zeit nehmen. Inserat, Terminvereinbarungen und Probefahrten können einige Wochen in Anspruch nehmen.

Gründliche Vorbereitung

Wichtig für den Verkäufer ist, bereits bei der Vorbereitung des Wagenverkaufs gründlich vorzugehen, das zahlt sich später aus. Im Inserat sollten alle Vorzüge des Autos hervorgehoben werden – allerdings nur in dem Maße, wie sie der Wahrheit entsprechen. Auch die Mängel müssen zugeben werden, spätestens beim Telefonat mit den Interessenten, denn Ehrlichkeit schafft Vertrauen. Zum Inserat gehört es auch, den Wagen vollständig zu fotografieren. Wurde er zuvor gründlich gereinigt und strahlt auf dem Bild, steigert das nachweislich den Verkaufspreis.

Den Preis festzulegen ist für unerfahrene Privatverkäufer mitunter eine große Herausforderung. Setzt man den Preis zu niedrig an, verschenkt man Geld und muss sich mit sehr vielen, nicht immer seriösen, Interessenten auseinandersetzen. Ein zu hoher Preis kann dazu führen, dass sich niemand meldet und das Inserat umsonst war. Hilfreich ist, sich die Preise vergleichbarer Modelle anzuschauen und eine Kosteneinschätzung beispielsweise über den ADAC einzuholen. Auch Prüfstellen wie die DEKRA bieten diesen Service an, der allerdings etwas teurer ist.

Sicher durch Besichtigungstermin und Übergabe

Kommt es schließlich zum Besichtigungstermin gilt es für den Verkäufer, vor allem bei der Probefahrt achtzugeben. Am besten setzt man zuvor einen kurzen Vertrag auf, sodass der Probefahrer im Falle eines Unfalls haftet. Eine 100-prozentige Sicherheit bietet ein solcher Vertrag leider nicht, aber er kann helfen, Unklarheiten aufzuklären.

Lassen Sie sich sich Führerschein und Ausweis zeigen, fahren Sie selbst in der Probefahrt mit und geben Sie keinesfalls den Fahrzeugbrief schon mit.

Solange das Fahrzeug nicht umgemeldet wurde, kommt die Versicherung des Fahrzeugs auf, auf die das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Schadens zugelassen ist. Mein Tipp deshalb: Melden Sie das Fahrzeug rechtzeitig ab und der Käufer bringt ein Kurzzeitkennzeichen zur Übergabe mit.

Bei der Bezahlung sollte man auf Bargeld bestehen, das ist sicherer als eine Überweisung und man kann es im Zweifelsfall direkt bei der eigenen Bank prüfen lassen. Erst wenn der Betrag übergeben ist, händigen Verkäufer die Schlüssel und Papiere aus. Wichtig ist es, einen schriftlichen Kaufvertrag aufzusetzen, der die Gewährleistung ausschließt. Geeignete Mustervorlagen für gebrauchte Fahrzeuge gibt es im Internet.

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Monika Hochscheid

Abteilung Kraftfahrt-Betrieb, Gruppe Qualitäts-, Prozess-, Projektmanagement; bloggt über spezifische Fragestellungen zur Kfz-Versicherung

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