Wann sind Schüler versichert?

Wann sind Schüler versichert?
24. Jul 2014

von Suitbert Monz

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Die Versicherung von Schülern hängt hauptsächlich von der jeweiligen Aktivität und dem Ort ab, an dem sie sich gerade aufhalten. Fälle, in denen Schüler automatisch versichert sind und solche, bei denen spezifische Versicherungen greifen, sind hier zusammengestellt.

Grundsätzlich sind Schüler immer dann automatisch über die gesetzliche Unfallversicherung versichert, wenn sie sich auf dem Schulgelände oder auf schulischen Veranstaltungen befinden. Dies trifft sowohl auf Schüler von allgemeinbildenden Schulen (Grundschule, Gymnasium etc.) als auch auf die von berufsbildenden Schulen (Berufsschule, Fachschule etc.) zu. Das Alter ist dabei unerheblich.

In welchen Spezialfällen greift die gesetzliche Unfallversicherung?

  • Ist das Kind auf dem direkten Weg zur Schule oder. nach Hause, ist es ebenfalls gesetzlich versichert. Das gilt auch dann, wenn es nicht alleine unterwegs ist, sondern von seinen Eltern gefahren wird und sich ein Autounfall ereignet.
  • Darüber hinaus ist das Kind nicht nur in der Pause versichert, sondern auch während der Schulessen. Zum Beispiel, wenn die Schule über eine Kantine verfügt oder Gemeinschaftsessen veranstaltet werden. In diesen Fällen sind auch diejenigen Unfälle mitversichert, die beim Essen selbst passieren, wie etwa Verbrühen und Verschlucken.
  • Auch bei einem Schüleraustausch im Ausland ist der Schüler versichert. Dieser Schutz sollte allerdings noch um eine Auslandsreisekrankenversicherung ergänzt werden.

Was fällt nicht unter den gesetzlichen Schutz?

  • Es ist nur der direkte Schul- bzw. Heimweg versichert – wenn das Kind nach der Schule zu einem Freund geht, greift der Schutz nicht mehr. Für diese Fälle ist eine private Unfallversicherung sinnvoll.
  • Das Lernen zu Hause sowie Hausaufgaben oder Nachhilfe sind zwar schulrelevante Tätigkeiten, werden allerdings nicht von der Schule organisiert (es sei denn, es handelt sich beispielsweise um ein nachmittägliches Förderprogramm oder Betreuung in der Schule). Aus diesem Grund sind diese Tätigkeiten nicht gesetzlich versichert.
  • Raufereien sind in der Regel ebenfalls versichert – aber nicht immer. Nur dann, wenn Rangeleien unmittelbar im Zusammenhang mit schulischen Angelegenheiten entstehen, sind sie versichert. Besonders bei älteren Schülern ist dies zum Teil aber fraglich, weswegen hier nach Einzelfall entschieden werden muss.

Wann ein Schüler über die gesetzliche Unfallversicherung versichert ist und wann nicht, ist demnach pauschal nicht einfach zu beantworten. Es empfiehlt sich daher, für weitere Einzelfälle einen Blick in entsprechende Broschüren zu werfen.

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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