Was steckt hinter dem Begriff Hashtag #?

Was steckt hinter dem Begriff Hashtag #?
2. Apr 2020

von Regina Waldhecker

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Ob in sozialen Netzwerken oder bei der Unternehmenskultur (#gernperdu): Überall sehen wir Hashtags. Im täglichen Sprachgebrauch hat sich „Hashtag“ zu einem Trendwort entwickelt und wird unzählige Male verwendet. Aber was bedeutet dieses Rautezeichen eigentlich?

Der Begriff Hashtag setzt sich aus zwei englischen Wörtern zusammen: Der erste Teil „hash“ wird als Doppelkreuz und „tag“ als Markierung übersetzt.

Aus Pragmatismus von Computer-Nerds wird Trend im Netz

2007 verwendete Chris Messina erstmalig auf Twitter das Hashtag. Er wollte den Nachrichtendienst mithilfe von Schlagworten übersichtlicher für Nutzer gestalten: Durch den Hashtag in Verbindung mit essenziellen Begriffen sollten Themen gebündelt und kategorisiert werden.

Die Verwendung des Rautezeichens funktioniert heute in den sozialen Medien immer noch auf die gleiche Weise und wird mehr denn je gebraucht. Mittlerweile nutzen Twitterer täglich rund 125 Millionen Hashtags.

Die wahre Funktion des Hashtags: das Taggen

Durch das Voranstellen des Hashtags vor einem ausgewählten Schlagwort wird die erstellte Zeichenkette anklickbar. Der Nutzer wird so zu einer Übersicht geführt, die sämtliche Beiträge bündelt, die mit denselben Schlagworten markiert sind. Dieser Vorgang heißt „taggen“.

Ein Tag verbindet also die Nutzer einer Plattform untereinander und erzeugt ein Netzwerk, da das Hashtag thematisch zusammengehörige Beiträge verbindet.

Ein Influencer lebt vom Hashtag

Das Hashtag dient nicht nur der besseren Übersichtlichkeit von Themen in sozialen Netzwerken. Vor allem die Reichweite wird dank des Hashtags enorm gesteigert. Wer seine Bilder und Beiträge nicht mit richtigen Schlagworten benennt, verliert an Reichweite und damit Follower.

miteinander Beispiel für Hashtag

Beispielsweise hat ein Blogger auf Instagram 1.000 Follower. Wenn dieser einen Beitrag ohne Hashtags veröffentlicht, können maximal diese 1.000 Personen den Post sehen (in der Realität sind es weniger). Damit noch mehr Menschen den Beitrag finden, nutzen wir Hashtags, wie zum Beispiel #miteinander.

Mit diesem ist der Beitrag  mit allen Posts (auch Videos und Bildern) verbunden, die ebenfalls mit #miteinander markiert wurden. Klickt also ein Nutzer den Hashtag unter dem Post an, werden alle Bilder angezeigt, die ebenfalls mit dem Wort miteinander getaggt wurden.

Kein Beitrag steht mehr für sich, sondern ist Teil einer größeren Korrespondenz

hashtag SucheDieser Vorgang der Verknüpfung funktioniert auch in umgekehrte Richtung: Nutzer, die den gesuchten Begriff in die Suchmaske bei Instagram eingeben, haben so die Möglichkeit, das gepostete Bild zu finden, denn es ist mit den Post des gleichen Schlagworts verbunden. Einzelne Hashtags lassen sich im Netzwerk auf diese Weise auch abonnieren.

#JeSuisCharlie #EheFürAlle #Aufschrei #FreeDeniz #StayTheFuckHome – sie alle stehen für eigene Geschichten

Etablierte Hashtags werden im Rahmen der Reaktionen auf einen Post wieder aufgegriffen, sodass Hashtags immer bekannter werden. Mit dem Hashtag #StayTheFuckHome („Bleib verdammt nochmal zu Hause“) und der dazugehörigen Homepage wird versucht, Menschen weltweit dazu zu bewegen, sich mit der Gefahr des Coronavirus auseinanderzusetzen.

Die Anzahl der Besucher auf dieser Seite steigt stetig. Soziale Medien nutzen #StayTheFuckHome für weiterführende Berichterstattungen und Appelle, aus Solidarität zu Hause zu bleiben.

 

Gastautorin: Romina Salak, Trainee der Organisationsentwicklung

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Was steckt hinter dem Begriff Hashtag #?
Regina Waldhecker

Mitarbeiterin Personalmarketing der R+V und Spezialistin für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Bloggt zu Themen rund um Gesundheit, das Arbeitsleben und die Karrieremöglichkeiten im Außendienst bei R+V.

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