Welche Vorteile bringt ein Ehrenamt?

Welche Vorteile bringt ein Ehrenamt?
15. Sep 2014

von Sina Eichmann

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„Engagement macht stark!“ Unter diesem Motto läuft derzeit bundesweit die Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Denn freiwilliges Engagement leistet einen entscheidenden Beitrag in unserer Gesellschaft, ist aber auch wichtig für die persönliche Entwicklung.

Bereits zum zehnten Mal stellen Ehrenamtliche ihre Projekte und Initiativen in ganz Deutschland vor. Auffällig ist dabei die Vielfalt: Sie reichen von Hilfsprojekten für bedürftige Kinder, über Initiativen gegen Rechtsextremismus bis hin zu Projekten zur Integration gehörloser Menschen.

Die Aktionswoche steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck und ist ein Zeichen der Anerkennung für die 23 Millionen engagierten Freiwilligen in Deutschland. Doch durch freiwilliges Engagement kann man nicht nur direkt sein Umfeld mitgestalten und anderen helfen, sondern auch ganz persönliche Vorteile daraus ziehen.

1. Vorteil: Vitamin B

Viele Ehrenamtliche bauen durch ihre Tätigkeit ihr persönliches Netzwerk aus. Es entstehen Bekanntschaften und häufig sogar Freundschaften. Diese Kontakte können zum einen natürlich privat bereichern, sie können zum anderen aber auch berufliche Vorteile bringen. Denn eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigte: Jeder vierte Job wird durch sogenanntes „Vitamin B“ vermittelt.

2. Vorteil: Orientierung für die Berufswahl

Besonders bei jungen Menschen kann ein freiwilliges Engagement einen Einfluss auf die Persönlichkeit haben und möglicherweise sogar entscheidend zur Berufswahl beitragen. Durch gesellschaftliches Engagement können sie ihre Stärken und Schwächen herausfinden und Einblicke in verschiedene Tätigkeitsfelder bekommen. Diese sind besonders wertvoll, wenn man noch wenig praktische Erfahrungen im Berufsleben hat.

3. Vorteil: Soft Skills

Ein weiterer Vorteil ist, dass man durch freiwilliges Engagement Fähigkeiten erwirbt, die auch in anderen Lebensbereichen von großem Nutzen sein können. Beim Freiwilligensurvey, einer Umfrage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, gaben Ehrenamtliche an, welche Fähigkeiten sie durch ihr Engagement erwerben.

Die fünf Top-Antworten: Guter Umgang mit Menschen, hohe Einsatzbereitschaft, Ideenreichtum/Kreativität, Organisationstalent und gutes Zeitmanagement. Darüber hinaus sind Menschen mit einem oder mehreren Ehrenämtern in der Regel besonders verantwortungsbewusst, hilfsbereit und können gut im Team arbeiten.

4. Vorteil: Pluspunkt bei Bewerbungen

Dass Menschen, die sich freiwillig engagieren, häufig besonders ausgeprägt über all diese Fähigkeiten verfügen, haben auch die Personalchefs längst erkannt. Ein freiwilliges Engagement ist daher im Lebenslauf ein deutlicher Pluspunkt und kann bei zwei ähnlichen Bewerbern der ausschlaggebende Faktor sein.

Es lohnt sich daher, das eigene Engagement bereits in der Bewerbung herauszustellen. Doch wie macht man das am geschicktesten?

Natürlich sollte freiwilliges Engagement zum einen im Lebenslauf auftauchen, im Idealfall mit einer prägnanten, stichwortartigen Beschreibung der eigenen Tätigkeit. Zum anderen kann man aber auch im Anschreiben eigene Stärken durch griffige Beispiele aus dem Ehrenamt belegen.

In jedem Fall sollte man allerdings bei der Wahrheit bleiben. Wer seine Bewerbung mit ehrenamtlichen Tätigkeiten schmückt, die er in der Form nicht ausübt, fliegt spätestens beim Bewerbungsgespräch auf. Auch ist es nicht ratsam, ein Ehrenamt nur auszuüben, um seinen Lebenslauf aufzuwerten. Wer nicht mit Herzblut bei der Sache ist, wird beim Vorstellungsgespräch schnell durchschaut.

[Gastbeitrag von Zarina Gomes, Praktikantin in der Konzern-Kommunikation der R+V Versicherung]

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Sina Eichmann

Mitarbeiterin im Personalmarketing der R+V. Bloggt aus dem Personalbereich über Themen rund um Karriere und die R+V als Arbeitgeber.

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