Wie der Kickertisch von R+V ins Uniklinikum Mainz kam

Wie der Kickertisch von R+V ins Uniklinikum Mainz kam
22. Mai 2018

von Eva Kuschfeldt

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Anstatt Ihren Gewinn zu behalten, spendete das Siegerteam des R+V-Marken-Tischkicker-Turniers sie an die Kinderstation der Klinik. Wie es dazu kam, verrät R+V-Mitarbeiter Klaus Gottesleben im Interview.

Klaus Gottesleben (r.) im Team mit Raphael Hampel, Junioren-Weltmeister im Tischkicker.

Klaus Gottesleben (r.) im Team mit Raphael Hampel, Junioren-Weltmeister im Tischkicker.

Zum Anpfiff des R+V-Tischkicker-Turniers hätte wohl niemand gedacht, dass der erste Preis am Ende nicht bei den Siegern selbst landen würde. Angemeldet hatten sich über 30 Teams, die in mehreren Wochen Turnierdauer gegeneinander antraten. Dem Gewinnerteam sollten als Hauptgewinn zwei Tischkicker winken – Motivation genug, sich mächtig ins Zeug zu legen.

Auf dem ersten Platz landeten schließlich die „R+V Tablesoccer“ Marc Heravi und Klaus Gottesleben. Ihre Chancen standen nicht schlecht, denn beide spielen auch in der R+V-Betriebssportgruppe und für Eintracht Frankfurt. Anstatt aber ihren Gewinn in der heimischen Garage zu parken oder im Hobbykeller unterzustellen, beschlossen sie, ihn zu spenden.

Die Kickertische gingen an Kinder, die eine Ablenkung vom Alltag gut gebrauchen können, nämlich an das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Mainz, den Kontakt stellte der Verein „So viel Freude“ der Deutschen Tischfußballjugend her. Der Verein verschenkt regelmäßig Tischkicker an Kinderkrankenhäuser, auch Turniergewinner Klaus Gottesleben engagiert sich dort.

Weil eine Kollegin weitere Spenden sammelte, kamen am Ende insgesamt vier Kinder-Tischkicker zustande. Bei der Übergabe dabei war auch Raphael Hampel, der Junioren-Weltmeister im Tischkicker, um mit den Kindern ein paar Runden zu spielen. Sogar der SWR berichtete darüber.

Klaus Gottesleben, Systementwickler bei R+V und Mitglied bei „So viel Freude e.V.“ berichtet im Interview von seinen Eindrücken.

Herr Gottesleben, wie kamen Sie zu der Entscheidung, Ihren Gewinn zu spenden?

Kickertisch Gottesleben: An dem Tag, bevor ich von dem R+V-Kickerturnier erfuhr, fand in der Berliner Charitè die Übergabe von mehreren Tischen an kranke Kinder durch unseren Verein „So viel Freude“ statt. Dort kam mir spontan die Idee, das R+V-Turnier zu spielen, um bei einem Sieg die Tische spenden zu können. Marc Heravi, mein potenzieller Spielpartner, war sofort von der Idee begeistert, damit stand unser Team. Und der Hintergrund, die Tische für die kranken Kinder gewinnen zu können, steigerte unsere Motivation.

Was ist Ihre Rolle im Verein und wie kamen Sie auf das Uniklinikum in Mainz?

Gottesleben: Ich unterstütze als Gründungsmitglied bei den Tischübergaben, wenn sie in der Nähe sind, und bei der Suche nach Förderern, die Kickertische spenden. Bisher haben wir mit unserem Verein schon mehr als 100 Kicker verteilt. Das Ziel sind 1.000 Tische und wir sind optimistisch, das zu erreichen. Die Klinken suchen wir möglichst in der Nähe der Spender, damit sie einen Bezug dazu haben und an der Übergabe teilnehmen können.

Wie war es für Sie, bei der Übergabe im Krankenhaus dabei zu sein und mit den Kindern zu kickern?

Gottesleben: Es ist immer wieder ein sehr besonderes Erlebnis, mit den meist schwerkranken Kindern zu spielen. Die anfängliche Unsicherheit löst sich beim Kickern sehr schnell auf. Die Kinder sind deutlich unverkrampfter als wir Erwachsenen. Spätestens wenn die ersten Tore fallen, alle lachen und nach jedem Tor abgeklatscht wird, ist es nur noch Freude pur und die Krankheiten sind ganz weit weg. Das sind dann auch die Erinnerungen, die bleiben und mit denen wir für unser Engagement reichlich belohnt werden.

Der Verein „So viel Freude“ hat weitere Aktionen für 2018 geplant, aktuelle Infos gibt es auf Facebook.  

Mehr Infos zu den R+V-Betriebssportgruppen gibt es auf YouTube (Tischfußball bei 6:02).

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Wie der Kickertisch von R+V ins Uniklinikum Mainz kam
Eva Kuschfeldt

Volontärin in der Konzern-Kommunikation, bloggt über eigene Erlebnisse im Unternehmen, Themen der Konzern-Kommunikation und soziale Projekte bei R+V

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