Wie lässt sich ein Schlaganfall erkennen und behandeln?

Wie lässt sich ein Schlaganfall erkennen und behandeln?
12. Okt 2017

von Suitbert Monz

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Über 200.000 Menschen in Deutschland sind jährlich von einem Schlaganfall betroffen. Treten erste Symptome auf, ist schnelles Handeln gefragt, denn nur so können schlimmere und Langzeitfolgen minimiert oder verhindert werden.

In den allermeisten Fällen treten Schlaganfälle bei Patienten auf, die über 70 Jahre alt sind. Manchmal können auch jüngere Menschen betroffen sein.

Symptome und Anzeichen eines Schlaganfalls

Ein Schlaganfall wird meist durch eine Durchblutungsstörung im Gehirn ausgelöst, wodurch die Zellen nicht mehr genügend Sauerstoff erhalten. Ursache dafür können Veränderungen der Blutgefäße oder Verstopfungen sein. Hält die Störung zu lange an, können die Zellen absterben, was irreversible Schäden nach sich ziehen kann.

Liegt der Verdacht auf einen Schlaganfall nahe, sollte man daher umgehend einen Notarzt unter der Telefonnummer 112 alarmieren.

Folgende Symptome bzw. Erkennungszeichen können bei einem Schlaganfall auftreten:

  • Sehstörungen
  • Lähmung einer Körperhälfte
  • Sprech- und Schluckprobleme
  • Taubheit
  • Atemnot
  • Herabhängen eines Mundwinkels

Unterschieden wird zwischen einem Schlaganfall und einer vorübergehenden ischämischen Attacke (TIA). Bei beiden handelt es sich allerdings um Notfälle – umso mehr, als dass sie sich den ersten Symptomen nach kaum voneinander unterscheiden lassen.

Behandlungsmethoden eines Schlaganfalls

Kann der Schlaganfall innerhalb von viereinhalb Stunden behandelt werden, werden zunächst Medikamente verabreicht, die die Blutgerinnsel im Kopf auflösen. Eine weitere Möglichkeit ist es, das Blutgerinnsel durch einen Stent, einem kleinen Röhrchen, aus dem Gehirn herauszuziehen. Darüber hinaus kann in einigen Fällen auch eine Operation angezeigt sein – insbesondere dann, wenn der Schlaganfall durch eine Hirnblutung hervorgerufen wurde.

Wichtig sind nach der Entfernung des Blutgerinnsels umfassende Rehabilitationsmaßnahmen, die sowohl physisch als auch logopädisch erfolgen. Bestandteile dessen sind unter anderem Physiotherapie und Neuropsychologie.

Prävention von Schlaganfällen

Ob jemand zu Schlaganfällen neigt oder nicht, kann auch erblich bestimmt sein. Durch einen gesunden Lebensstil lässt sich die Wahrscheinlichkeit allerdings in jedem Fall verringern. Insbesondere Übergewicht kann einen Schlaganfall begünstigen, weswegen regelmäßiger Sport und eine ausgewogene Ernährung sinnvoll sind. Auch genügend Flüssigkeit und der Verzicht auf Nikotin können das Risiko für einen Schlaganfall minimieren.

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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