Social Recruiting – Wie Unternehmen heute Personal suchen

Social Recruiting – Wie Unternehmen heute Personal suchen
30. Jul 2015

von Dr. Eva-Maria Zindler

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Eigentlich ist es egal, ob die Ursachen im demografischen Wandel, der gefühlt (?) zunehmenden Knappheit an geeignetem Personal oder den Anforderungen der Generation Y  an die Arbeitswelt liegen: Fakt ist, dass für viele Positionen die Zeiten vorbei sind, in denen der Recruiter Tonnen von Bewerbungen sichten musste. Wenn dann noch eine Stelle an einem wenig bekannten Standort zu besetzen ist, müssen Unternehmen neue Wege gehen. Welche Möglichkeiten hierzu – auch von R+V – genutzt werden, zeigt der folgende Beitrag.

Dass Unternehmen eine eigene Karriereseite haben und ihre Stellenanzeigen in Online-Jobbörsen veröffentlichen, ist nichts Neues. Viel interessanter ist, dass seit einigen Jahren auch unternehmenseigene Blogs oder soziale Netzwerke wie XING, Facebook, Twitter, Google+ und Co. genutzt werden, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Auch R+V ist in diesen Social Media Kanälen vertreten.

Wie sinnvoll diese Präsenz gerade in Bezug auf die Bewerbungspraxis ist, zeigt eine aktuelle Studie: Hier gaben die Befragten an, dass sie bei der konkreten Jobsuche vor allem auf XING vertrauen (32 %), gefolgt von LinkedIn (17 %) und Facebook (15 %).

Was bedeutet das für die Personalsuche?

Für die Suche nach geeignetem Personal ergeben sich dadurch ungeahnte Möglichkeiten. Durch die Kombination der verschiedenen Kanäle kann ein viraler Effekt der Botschaft erreicht werden, d. h. Informationen werden nach dem Prinzip der Mundpropaganda verbreitet – nur eben viel schneller.

Konkret heißt das, dass eine Stellenanzeige durch die Verlinkung auf Facebook und Twitter und das Weiterleiten an Freunde von einer viel größeren Zielgruppe gesehen werden kann als dies bei der Anzeige in der Tageszeitung möglich wäre.

Außerdem besteht gerade in beruflich genutzten sozialen Netzwerken wie XING die Möglichkeit, potenzielle Kandidaten gezielt zu suchen und dann direkt anzusprechen.

Welchen Nutzen hat das sog. Social (Media) Recruiting?

Neben dem Vorteil der großen Reichweite kann eine Vorauswahl auf beiden Seiten erfolgen, was wiederum die Qualität der eingehenden Bewerbungen positiv beeinflussen kann. So können teilweise ganze Lebensläufe bereits im Vorhinein gesichtet werden, wenn der potenzielle Bewerber diese Informationen in seinem Profil angibt. Besteht seitens des Unternehmens Interesse, kann dieses den Kandidaten dann direkt auf eine offene Stelle ansprechen.

Vor diesem Hintergrund bietet R+V insbesondere für Führungskräfte im Außendienst entsprechende Seminare, beispielweise zu den Nutzungsmöglichkeiten von XING zur Personalakquise, an.

Welche Nachteile ergeben sich?

Für Unternehmen wird ein Nachteil in dem verhältnismäßig hohen Zeitaufwand gesehen. Eine mögliche Gefahr kann auch in veränderten Ansprüchen der Bewerber liegen. So fühlen sich angesprochene Kandidaten möglicherweise stark umworben, was sich beispielsweise in höheren Gehaltsforderungen äußern kann.

Generell zu beachten ist, dass auch oder gerade im Netz wohl überlegt sein muss,

  • welche Zielgruppe von Interesse ist,
  • über welches Netzwerk diese am besten gefunden werden kann und
  • wie diese anzusprechen ist.

Fazit: Durch den richtigen Social Media Recruiting-Mix und eine zielgruppenspezifische Ansprache können in der Personalsuche schnelle Erfolge erzielt werden.

Was halten Sie von Social Recruiting? Fluch oder Segen? Teilen Sie uns Ihre Meinung im Kommentarfeld mit.

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Social Recruiting – Wie Unternehmen heute Personal suchen
Dr. Eva-Maria Zindler

Gruppenleiterin Führungskräfteentwicklung; bloggt zu Themen rund um das Arbeitsleben und die Karrieremöglichkeiten im Außendienst bei R+V.

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Kommentare

Simona Johannes M.A.

09:28 31.07.2015

Es mag ja sein, dass die Portale im Außen genutzt werden, doch intern wird die Fähigkeit des einzelnen Mitarbeiters bei der R+V nicht berücksichtigt und es ist zu sehr vom „Gutwill“ des Vorgesetzten abhängig, ob der Weg im Unternehmen für andere Positionen, insbesondere in den Führungsebenen, geebnet und forciert wird. Mein damaliger Vorgesetzter, der meine Stelle für seinen Nachwuchs gebraucht und mich somit ins Aus gedrängt hat, ist nicht bei Xing und den anderen Portalen vertreten.
Dennoch kann ich die R+V als Arbeitgeber, insbesondere im Verbund mit der Volksbank Mittelhessen eG, nur empfehlen.

    Social Recruiting – Wie Unternehmen heute Personal suchen Eva-Maria Lang

    07:51 04.08.2015

    Hallo Frau Johannes,
    vielen Dank für Ihren Kommentar! Wir möchten Ihr Feedback gerne aufnehmen. Schicken Sie uns dazu doch eine Mail mit weiteren Details an socialmedia@ruv.de.
    Danke und viele Grüße,
    Eva-Maria Lang