Wohnungsübergabe: Was zählt zur gewöhnlichen Abnutzung?

Wohnungsübergabe: Was zählt zur gewöhnlichen Abnutzung?
24. Mai 2017

von Suitbert Monz

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Die Wohnungsübergabe ist mitunter ein heikles Thema: Spätestens jetzt zeigt sich, ob der Mieter für Instandsetzungen finanziell aufkommen muss. Hierbei kommt es auf die Frage an, ob noch eine gewöhnliche Abnutzung oder richtige Schäden vorliegen. Die Grenzen sind fließend.

Grundsätzlich gilt: Für gewöhnliche Abnutzungsspuren muss der Vermieter aufkommen – egal, ob es sich um Fußböden oder die Badezimmerausstattung handelt.

Gewöhnliche Abnutzung

Zur gewöhnlichen Abnutzung zählen bei den Fußböden beispielsweise kleinere Flecken auf dem Teppich und geringe Kratzer oder Sonnenausbleichungen auf Parkett und Laminat. Außerdem muss die Lebensdauer des Bodenbelags berücksichtigt werden: Diese beträgt bei Teppichen und Parkett beispielsweise ca. 10 bis 15 Jahre. Sind diese überschritten, braucht der Mieter in der Regel nicht einmal dann für Schäden aufkommen, die er selbst verursacht hat. Dann muss der Vermieter den Boden tauschen.

Verkalkte Duschköpfe, kleine Kratzer und Abplatzungen sowie Verfärbungen der Fugen im Badezimmer fallen ebenfalls unter die gewöhnliche Abnutzung, genauso wie Kratzer auf den Herdplatten oder das Fehlen von Fächern im Kühlschrank.

Darüber hinaus muss der Vermieter akzeptieren, dass die Wände nicht von Fachleuten, sondern in Eigenarbeit gestrichen sind. So lange sie fachgerecht gestrichen wurden, muss der Vermieter optische Einschränkungen hinnehmen.

Schäden über das gewöhnliche Maß hinaus

Als nicht gewöhnliche Abnutzung werden Schäden angesehen, die über das übliche Maß hinausgehen, also große Flecken, Kratzer oder großflächige Abplatzungen in der Badewanne. Auch übermäßig viele Dübel in den Wänden oder Bohrlöcher zählen dazu, darüber hinaus auch Beschädigungen des Bodens durch Pfennigabsätze. Solche Schäden lassen darauf schließen, dass die Wohnung nicht angemessen genutzt wurde.

Bei Schäden dieser Art kann der Vermieter die Reparaturkosten auf den Mieter umlegen, wenn beispielsweise durch ein Übergabeprotokoll bewiesen ist, dass sie zum Einzug des Mieters noch nicht vorhanden waren. Da die Grenzen zwischen gewöhnlicher Abnutzung und Schäden durch den Mieter fließend sind, entscheidet oftmals der Einzelfall, ob der Mieter zur Kasse gebeten wird oder nicht. Als Mieter sollte man daher beim Einzug auf ein Übergabeprotokoll bestehen, in dem bereits vorhandene Mängel aufgeführt werden.

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Wohnungsübergabe: Was zählt zur gewöhnlichen Abnutzung?
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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