Zahlen und Fakten rund um Plastik

Zahlen und Fakten rund um Plastik
24. Okt 2014

von Suitbert Monz

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Plastik umgibt die Menschen fast immer und überall: zu Hause, im Auto, auf der Arbeit. Wer sich dem entziehen will, hat es schwer, denn ein völlig plastikloses Leben ist in der heutigen Gesellschaft kaum vorstellbar. Dennoch gibt es ein paar Dinge im Alltag, die jeder tun kann, um den Kunststoffberg zu verringern.

Ein beliebter Vorteil von Plastik ist auch gleichzeitig eines der größten Probleme: seine Haltbarkeit. Im Alltag praktisch, in der Entsorgung problematisch – umso mehr, da ein großer Anteil des Kunststoffs in der Natur landet und dort bis zu 1000 Jahre braucht, um zu verfallen. Besonders die Meere sind betroffen.

Mehr als nur Plastikflaschen und -tüten

Allein über das Thema Plastiktüten, bei deren Verbrauch Deutschland Spitzenreiter ist, könnte man Seiten füllen. Doch die Menge an Plastik hört nicht beim Supermarkteinkauf auf: Auch jedes Elektrogerät beinhaltet Kunststoff. Ein konsequenter Plastikverzicht würde bedeuten, sich von Laptop, Handy, Föhn und Toaster zu trennen – mitunter müsste man sogar seine Fensterrahmen durch Holz ersetzen. Bei Zahnbürsten gibt es so gut wie keine Alternative.

Gesundheitsgefährdung für den Menschen

Die gesundheitsschädigende Wirkung von Plastik ist beim Menschen weniger augenfällig als in der Natur, kann jedoch trotzdem weit reichende Folgen haben. Denn insbesondere Lebensmittel- und Getränkeverpackungen beinhalten Hormone, die als Weichmacher eingesetzt werden. Diese können sich lösen und in die Nahrung gelangen, wodurch sie vom Menschen aufgenommen werden und zu Krankheiten und einer Veränderung des Hormonhaushalts führen können.

Gefährdung der Natur

Der größte Teil des Mülls, der ins Meer gelangt, besteht aus Plastik. Die Mengen sind so dramatisch, dass sie stellenweise den Gehalt von Plankton im Meer weit übersteigen. Die Folgen für die Tiere sind in zweifacher Hinsicht verheerend: Zum einen fressen sie den Müll und zum anderen verletzen sie sich an ihm.

Problematisch ist darüber hinaus auch das Mikroplastik, das durch Zusätze in Pflegemitteln oder Abrieb größerer Plastikstücke im Meer entsteht. Es gibt kaum ein Meerestier, in dem es sich nicht findet – und so gerät es wieder in die Nahrung.

Was wird getan, um Plastik zu reduzieren?

Es gibt unterschiedliche Projekte von Verbänden und Privatpersonen, die auf die Plastikproblematik aufmerksam machen und sich für ein kunststofffreieres Leben einsetzen. Beispielsweise macht der Naturschutzbund Deutschland (NABU) e. V. mit seinem Projekt „Meere ohne Plastik“ auf die zunehmende Verschmutzung aufmerksam und beteiligt sich an Reinigungsaktionen.

Ein Beispiel für eine Einzelperson ist der Berliner Psychologiestudent Marian Klapp. Er vermeidet Kunststoff, wo er kann und bringt seine eigenen Behältnisse für Lebensmittel und Duschgel mit in die Läden.

Darüber hinaus reinigt der neunzehnjährige Student Boyan Slat das Meer mit einem Meeresstaubsauger, wofür er verschiedene Preise gewann. Online-Petitionen wie die gegen die Verpackung des Werbeflyers „Einkauf aktuell“ sollen zur Abschaffung von unnötigem Plastikeinsatz beitragen. Auch diverse Blogs beschäftigen sich mit einem plastikfreien Leben.

Wie der Verzicht auf Plastik konkret im Alltag aussehen könnte, versuchen die Mitarbeiter der Social Media Redaktion der R+V im Rahmen eines Selbsttests heraus zu finden. Lesen Sie in der nächsten Woche den Artikel über unseren Selbsttest!

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Zahlen und Fakten rund um Plastik
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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Kommentare

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