zusammentun: Inklusion muss laut sein

zusammentun: Inklusion muss laut sein
24. Mai 2018

von Lena Neumann

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Wie kommt man als Rollstuhlfahrer zu einem Open air Konzert? Gar nicht so einfach ohne Hilfe. Zum Glück springt bei vielen Menschen mit Behinderung ein ehrenamtlicher Helfer vom Netzwerk Inklusion muss laut sein ein. Bei zusammentun haben Sie das engagierte Projekt auf den 5. Platz gewählt.

Im Artikel stellen wir Ihnen die Gruppe um Ron Paustian genauer vor.

Gute Stimmung beim FestivalHamburg gegen 13 Uhr. Es regnet in Strömen, eigentlich kein so tolles Wetter für ein Festival. Erst recht nicht, wenn man auf den Rollstuhl angewiesen ist, kann ich mir vorstellen. Davon lässt sich Christina aber nicht abhalten. Als wir sie mit dem Auto abholen, hat die Konzertbesucherin ein großes Katzen-Regencape dabei und sich vorsorglich die Sonne auf Papier ausgedruckt. 😉 Der Schriftzug „You’ll never roll alone“ zieht sich über die Räder ihres Rollstuhls – ein passendes Motto für heute.

Mit Rollstuhl vor die Bühne

sonneDas Knight fest in Hamburg findet unter freiem Himmel statt. Angekommen am Gelände ist der Boden durch den Regen aufgeweicht und mit einem Rollstuhl nicht so einfach zu überqueren. „Das ist ja noch gar nichts“, sagt Christina lachend. Auf dem Weg zur Bühne erzählt sie mir von den Erlebnissen in Wacken und die Augen der quirligen Frau leuchten. Beim Festivalbesuch im letzten Jahr haben die Helfer sie kurzerhand geschultert, um Christina zur Tribüne zu tragen. Mit dem Rollstuhl wäre sie alleine nicht weit gekommen auf der Wiese. Die Buddies versuchen wirklich, alles möglich zu machen. Ihr Mann und sie sind inzwischen selbst ehrenamtlich für das Netzwerk aktiv, erzählt sie mir.

Teilhabe für alle ermöglichen

Verregnetes Wetter beim FestivalSelbstbestimmung ermöglichen, Grenzen überwinden und Barrieren abbauen, die für andere manchmal gar nicht sichtbar sind: Darum geht es bei Inklusion muss laut sein. Ron Paustian ist ehrenamtlicher Geschäftsführer und hat das Netzwerk 2009 ins Leben gerufen. Mehr als 1.500 Helfer sind europaweit schon aktiv, erklärt er mir. Dabei muss es nicht unbedingt Metal sein: Seine Buddies fahren mit auf Veranstaltungen sämtlicher Musikrichtungen.

Das Netzwerk kümmert sich um die Orga und bringt freiwillige Helfer und Konzertgänger zusammen. Vom Gewinn bei #zusammentun will das Team Shirts und Jacken mit dem Logo des Netzwerks für die Ehrenamtlichen bedrucken lassen, um auf Veranstaltungen besser sichtbar zu sein. Helfende Hände kann Ron nämlich immer gebrauchen, damit noch mehr Menschen mit Behinderung Konzerte und Festivals besuchen können.

Wichtig für das Team bei Inklusion muss laut sein: Der Spaß darf nicht zu kurz kommen. Seine Buddies sind keine Pfleger, sondern vielmehr Freunde, die Menschen mit Behinderung aufs Konzert begleiten. Das lässt sich auch auf dem Festival in Hamburg spüren: Die Stimmung ist klasse und trotz Regen haben wir viel gelacht. Ich fand es klasse, dass ich dabei sein durfte.

Danke für Euren Einsatz bei dieser wichtigen Aufgabe!

Wer das Team als Buddie oder mit einer Spende unterstützen möchte, kann sich direkt bei Inklusion muss laut sein melden.

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zusammentun: Inklusion muss laut sein
Lena Neumann

Social Media Manager; bloggt über Neuigkeiten aus dem Unternehmen, der Versicherungswelt und über das Engagement bei Joblinge.

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