Zwischen Kinderbetreuung und Elternpflege

Zwischen Kinderbetreuung und Elternpflege
31. Mai 2021

von Tabea Chosz

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Kinderbetreuung, Pflege der eigenen Eltern, Verpflichtungen im Job und Haushalt – die Dreifachbelastung ist für viele Mitarbeitende nicht immer einfach zu stemmen. Vor allem in Zeiten der Pandemie ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht immer leicht.
Unser betriebliches Gesundheitsmanagement und unsere Sozialberatung hat das Thema daher zum Anlass genommen, um eine Gesundheitskampagne zu starten. In der Aktionswoche wurden unter anderem digitale Vorträge angeboten, die viele Anregungen gegeben und aufgeklärt haben. Bei Bedarf unterstützt zudem unsere Sozialberatung, um Betroffene zu entlasten.

Warum eigentliche eine Aktionswoche zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Das Thema ist doch nicht neu.
Das Thema ist wirklich in der R+V nicht neu und wird schon seit Jahren von Personal, BGM und Sozialberatung in guter Zusammenarbeit mit unseren externen Kooperationspartnern betreut. Aber immer wieder werden Kollegen zum ersten Mal Eltern und für die ist die neue Familiensituation mit Baby durchaus neu. Und im Corona-Jahr haben sich zudem die Anfragen von Kollegen meist im Alter zwischen 40 und 60 Jahren gehäuft.

Was bedrückt die so genannte Sandwich-Generation?
Viele fühlen sich mit ihrer Dreifachbelastung schlicht erschöpft oder sogar überfordert. In Beratungsgesprächen bekommen wir vermehrt und von Kolleginnen und Kollegen im Innen- wie im Außendienst den Satz zu hören: „Ich kann nicht mehr!“ Auch Führungskräfte sind unter den Anrufern: Entweder aus persönlicher Betroffenheit oder weil sie sich um einen ihrer Mitarbeiter Sorgen machen.

Wieso Dreifachbelastung?
Die Kolleginnen und Kollegen werden von vielen Seiten beansprucht: Die Kinder sind noch nicht aus dem Haus und müssen versorgt werden. Gleichzeitig benötigen die eigenen Eltern inzwischen Hilfe im Alltag, werden vielleicht dement. Und dazwischen muss der Job gemacht und der Haushalt organisiert werden. Da geraten viele verständlicherweise an ihre Grenzen. Aber auch frischgebackene Eltern fühlen sich manchmal am Ende ihrer Kräfte.

Inwiefern kann die R+V Sozialberatung da helfen?
Wir schauen gemeinsam, was die Betroffenen entlasten und unterstützten könnte. Das reicht von der Suche einer Beratungsstelle bis hin zu Tipps beim Beantragen einer Pflegestufe. Und wir schauen auch auf die Kollegin oder den Kollegen selbst und was sie oder er für sich tun könnte, um den Akku wieder aufzuladen. Manche verlieren sich selbst zwischen Kinderbetreuung und Elternpflege ganz aus den Augen – und haben trotzdem ein schlechtes Gewissen, nicht auszureichen.

Und die Aktionswoche?
Das BGM-Team der R+V organisiert pro Quartal eine Gesundheitskampagne mit einem spezifischen Fokusthema, um so die Kolleginnen und Kollegen bestmöglich zu unterstützen und informieren zu können. Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten unseres Kooperationspartners, dem pme-Familienservice, haben wir daher im Rahmen dieser Aktionswoche unter anderem digitale Vorträge angeboten, die viele Anregungen gegeben und aufgeklärt haben. Dabei ging es aber nicht nur um das Thema Pflege, sondern auch um Familiengründung oder Kinderbetreuung. Um möglichst viele Kolleginnen und Kollegen zu erreichen, werden die Vorträge im Nachgang dann auch noch einmal als Aufzeichnung zur Verfügung gestellt.

Möchten Sie weitere Infos zur R+V als Arbeitgeber erfahren und sich bei uns bewerben? Dann schauen Sie auf unserer Karriere-Seite vorbei.

Gastbeitrag: Katharina Ludwig

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